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Tümmel Druck  Geschichte

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Tümmel Druck – ein innovatives Unternehmen mit 400 Jahren Tradition

Die Firma Tümmel lässt sich bis auf das Buchimperium der Familie Endter in Nürnberg zurückverfolgen. Als Verleger, Buchdrucker und -händler beherrschten die Endter den oberdeutschen Buchmarkt des 17. Jahrhunderts.

Der aus Braunschweig stammende Wilhelm Tümmel (1808–1886) erwarb 1835 die Druckerei. Mit dem Fränkischen Kurier baute Tümmel eine erfolgreiche Tageszeitung auf, für die er 1878 die erste Rotations­maschine in Bayern aufstellen ließ.

Nach der Jahrhundertwende wandte sich das Unternehmen zunehmend dem Buch- und Tiefdruck sowie der Herstellung von Zeitschriften und Massendrucksachen zu. Seit 1926 erschien auch das Nürnberger Adressbuch bei Tümmels. 1923 stieg die MAN mit 50 Prozent als Teilhaber ein. Als die Familie Tümmel 1929 aus dem Unternehmen ausschied, übernahm ebenfalls die MAN ihre 50 Prozent Anteile. Es wurde weiter modernisiert und ausgebaut, bis am 2. Januar 1945 das vorläufige Ende kam. Der verheerende Bomben­angriff auf Nürnberg hatte die Betriebsgebäude, Inventar und Maschinenpark in Schutt und Asche gelegt.

Die Wiederherstellung des alten Firmensitzes wurde erst 1949 begonnen und endete 1953. Die Altstadt sollte noch 40 Jahre das Domizil der Druckerei bleiben. Das Geschäftshaus Burgstraße 1–3 wurde 1995 zugunsten eines Neubaus in Nürnberg-Eibach aufgegeben. Bis 1992 blieb das Unternehmen im Alleinbesitz der MAN AG. In diesem Jahr verkaufte der Maschinenbaukonzern seine Anteile.

Seit 1997 ist Reiner Niebauer alleiniger Inhaber der Druckerei. Mit ca. 50 Mitarbeitern und 9 Mio. Euro Umsatz (2008) zählt Tümmel im Bogenoffsetdruck zu den größten Betrieben in der Region. Im eigenen Verlag erscheinen anspruchsvolle Bücher mit regionalen Themen.